Wenn die Lukardis mit dem Ehri

Ein Lied für den Ortsteil

Haben Sie Lust auf ein gemeinsames musikalisches Projekt?
Wir suchen für ein Musikvideo Menschen, die gerne singen und dabei den Ortsteil Oberweimar-Ehringsdorf präsentieren möchten.

Die Idee: es gibt einen Song (Inhalt siehe unten), der von vielen gesungen und dann per Computertechnik gemischt wird, so dass ein gemeinsames Werk entsteht.
Achtung: Der Song wird in Kürze hier veröffentlicht, noch ein wenig Geduld bitte…

Was ist zu tun? Ihr filmt Euch beim Singen des Refrains des Liedes (siehe dann die Bemerkungen im Skript), ob allein oder mit mehreren, per Smartphone – und dieses Video schickt Ihr uns zu und unser Cutter schneidet alle Clips zu einem coolen Video zusammen. Keine Bange vorm Falschsingen: es gibt Profisänger, deren Stimme wird alles dominieren, so dass man Euch sehen, aber nicht heraushören kann. Solltest Du aber so gut singen können, dass Dir wichtig ist, dass Deine Stimme dabei ist, melde Dich, dann bekommst Du einen Slot im Film mit Deinem ganz persönlichen Auftritt!

Was noch wichtig ist: filme Dich in deiner persönlichen Umgebung oder an Deinem Lieblingsplatz im Ortsteil, mit Leuten, die Du magst (und die damit einverstanden sind). Wir wollen unseren Ortsteil mit seinem Charme zeigen und natürlich die tollen Menschen, die darin wohnen! Sei ungezwungen und natürlich, schwinge dabei den Besen oder tue Dinge, die man im Alltag so macht – der Film soll viel über uns erzählen…

Bist Du dabei? Melde Dich bei Ines Bolle, Tel. 03643 494399 oder info@ortsteil-owe.de – ein Erklärvideo folgt!

Worum es im Lied geht

Am 1. Oktober 2022 ist es 100 Jahre her, dass Oberweimar und Ehringsdorf nach Weimar eingemeindet wurden. Wir gehören zu Weimar, wir sind Weimarer Bürgerinnen und Bürger und es lässt sich gut leben in unserer schönen Stadt. Wir sind stolz drauf und glücklich hier. Doch was bedeutet es für die Menschen, im Ortsteil Oberweimar-Ehringsdorf zu wohnen? Spielt das eine Rolle im Alltag? Bei genauer Betrachtung können die lange oder auch erst kurz gewachsenen Strukturen unterschiedlicher nicht sein – oder gibt es nicht doch eher viele Gemeinsamkeiten? Äh, wo jetzt? Na, hüben und drüben der Ilm! Was hält den großen Ortsteil zusammen, was wissen die Neu-Ehringsdorfer von den Lindenberglern, und was die Siedlerfreudler vom Dichterweg? (Na, haben wir Sie vergessen zu erwähnen? 😉 )

Der Ortsteilrat kann in der Tat ein Lied davon singen – so haben wir anlässlich des beachtlichen Jubiläums einen Song gedichtet und komponieren lassen, der aus dem Nähkästchen plaudert, äh, vielleicht doch eher aus Klostermauern und Travertinhöhlen?

Denn unsere zwei Hauptpersonen sind Lukardis aus dem Zisterzienserinnenkloster Oberweimar und Ehri Ehringsdorf, unser Steinzeitmann aus dem Travertinsteinbruch. Sie treten als ein altes Ehepaar auf, was ein nicht allzu leidenschaftliches Resümee der vergangenen Jahre zieht. Natürlich alles mit einem Augenzwinkern und historisch auch mächtig geflunkert, um die beiden zusammen bringen zu können, denn gekannt haben sie sich verbürgterweise nicht. Sie verkörpern hier die schwierige, weil durch höhere Mächte geschlossene Verbindung, in diesem Fall durch den Akt der Eingemeindung, der nicht freiwillig war (das ist wiederum historisch belegt) – allerdings nebeneinander und nicht miteinander, denn Oberweimar und Ehringsdorf dürften erst mit der viel späteren Eingemeindung der anderen heutigen Ortsteile Weimars 1994* zusammengeworfen worden sein. Aber wenn es auch konstruiert ist: so fühlt es sich sperrig an, wenn es darum geht, echte Ehringsdorfer nach Oberweimar zu verfrachten oder umgekehrt. Es will sich nicht richtig fügen. Nun, es gibt Wichtigeres im Leben, aber eine kleine Silexspitze gibt es doch immer mal beim Lästern über die da hüben – oder eben drüben der Ilm.

Nun aber lasst uns gemeinsam singen!

*) Eingemeindung Tiefurt ebenfalls 1922, Schöndorf 1939, alle anderen im Zuge der Gebietsreform 1994